Raus aus der Werft

Raus aus der Werft

13 Nov

Großgeworden im roten Gröpelingen lernte Günter Giese das Malern bei einem kleinen „Krauter“, doch bis zur Prüfung hatte er noch keine Tapetenbahn geklebt. Dafür „lernte“ er die Kleckse der Gesellen nach dem Streichen vom Boden zu kratzen. Das war nichts, so ging er zur AG Weser.

Dort lackierte auf dem Rücken liegend über Kopf all die unzähligen, verwinkelten Flächen der riesigen Schiffe. Währenddessen fegte im Winter der kalte Wind durch die Schotten, Werftarbeit war nichts für zimperliche Leute. Dann suchte er was Anderes, doch eins fand er nie wieder: die Kollegialität mit all den andern „Mackern“. So nannten sich die Männer von der Werft, das hatte warmen Klang - bei Mercedes hieß es nur noch „Ey, Alter“. Geschichten aus einem Arbeitsleben mit Günter Giese.

PS: Und auch darüber kann er ganze Romane erzählen: wie er in entsprechender Kluft - Jeans, Lederjacke, Schmalztolle - zu den frühen Fans des Rock & Roll gehörte - und wie ihre alltäglichen Scharmützel mit der Polizei aussahen.

So, 13. November, 15 Uhr, Druide, Theodorstr.8,
I
n der Reihe "Special Guests", eine Kooperation des Geschichtskontor im Kulturhaus mit dem Druide e.V.